Wenn Sie eine Webseite haben, sollten Sie täglich neue Backups machen, damit, im Falle eines Falles, die Daten und die Arbeit nicht verloren gehen. Wie Sie ein manuelles Backup machen können und dieses wiederherstellen, erfahren Sie hier.


Wenn Sie ein Backup Ihrer Webseite machen wollen, welches Sie auch regelmäßig machen sollten, gibt es mehrere Möglichkeiten dies zu tun. Man kann dies mit einem Plugin machen oder der Hoster bietet eine solche Funktion an, wie z. B. Raidboxes. In diesem Fall werde ich Ihnen aber zeigen, wie Sie dies per Hand machen und wie Sie das Backup auch später wiederherstellen können. Dabei benötigen Sie nur die FTP Zugangsdaten, welche Sie bei Ihrem Hoster finden und ein Programm wie z. B. Filezilla, um sich mit dem FTP Server zu verbinden. Außerdem benötigen Sie noch ein Tool, um die Datenbank Ihrer WordPress Installation zu verwalten. Dieses wird normalerweise vom Hoster bereitgestellt.

[!] Die hier gezeigte Methode funktioniert bei den meisten gängigen WordPress Installation. Dennoch kann es sein, dass diese Anleitung nicht auf Ihre WordPress Installation angewendet werden kann. [!]


Teil 1 | Backup erstellen

1.1 Daten per FTP herunterladen

Zuerst einmal müssen Sie ein Programm installieren, mit dem Sie per FTP auf Ihren Webspace/Server zugreifen können. In diesem Beispiel nehme ich Filezilla, welches kostenlos ist und für Windows, Linux und Mac verfügbar ist.

Haben Sie es installiert und gestartet, können Sie oben die Zugangsdaten (Server, Benutzername, Passwort & Port) eingeben. Sie können auch unter Datei/Servermanager/Neuer Server einen neuen Server hinzufügen, damit Sie sich die Zugangsdaten nicht mehr merken müssen.

Wenn man sich mit dem Server verbunden hat, findet man in einem Fenster verschiedene Ordner. Sie müssen nun in den Ordner von der WordPress Seite
navigieren und dort finden Sie die WordPress Dateien.

Nun müssen Sie alle Dateien herunterladen und in einen lokalen Ordner kopieren.

Sollte man die Dateien nicht herunterladen können, liegt es in den meisten Fällen an fehlenden Berechtigungen. Dann sollten Sie am besten den Kundensupport kontaktieren.

1.2 | SQL Dump exportieren

Wenn Sie alle Dateien heruntergeladen haben, dann müssen Sie zum Schluss noch ein Backup von der Datenbank machen. Dies können Sie tun, indem Sie, mit dem Tool, welches Ihnen der Hoster bereitstellt (z. B. phpMyAdmin oder Adminer), einen SQL Dump herunterladen.

Dazu klicken Sie auf Exportieren und nun können Sie die Datenbank, als SQL Datei, herunterladen.

1.3 | Daten sicher sichern

Wenn Sie die Dateien heruntergeladen haben, können Sie die Dateien z. B. in ein ZIP Archiv verschieben. Das Archiv können Sie z. B. in eine Cloud hochladen oder auf einen verschlüsselten Datenträger sichern. Sie sollten dabei darauf achten, dass das Backup z. B. nicht auf einen unverschlüsselten USB Stick herumliegt, den jeder mitnehmen kann, denn dann hat die Person eine Kopie Ihrer gesamten Webseite. Auch lohnt es sich, die Backups auf verschiedenen Datenträger zu sichern, denn sollte ein Datenträger den Geist aufgeben, haben Sie immer noch die Dateien auf einem anderen Datenträger.


Teil 2 | Backup wiederherstellen

Für den Fall, dass Ihre Webseite z. B. durch eine Aktualisierung nicht mehr erreichbar ist, können Sie nun Ihr Backup wiederherstellen, welches Sie vorher gemacht haben.

Um das Backup wiederherzustellen, müssen Sie die alten Dateien einfach in dafür vorgesehenes Verzeichnis hochladen und danach müssen Sie auch das Backup der Datenbank wiederherstellen. Dazu müssen Sie den SQL Dump, den Sie vorher erstellt haben, wiederherstellen, also importieren.

Um den SQL Dump zu importieren, gehen Sie einfach auf Importieren und laden Sie dann dort die SQL Datei hoch. Eventuell müssen Sie die alten Daten aus der Datenbank vorher löschen. Nun sollte Ihre alte Seite wiederhergestellt sein. Das bedeutet auch, dass die Webseite auf den Stand des Backups zurückgesetzt wurde.


Das war die Anleitung zu einem manuellen Backup. Da dies auch über Plugins funktioniert, ich aber noch keines näher ins Auge gefasst habe, kann es sein, dass ein weiterer Artikel dazu folgt. Ich hoffe das der Artikel Ihnen, obwohl er etwas komplexer war, helfen konnte und Ihnen gefallen hat.


Bildquelle | Pixabay, bohed